GPS Navigation

 

Hier werde ich (Eggi) mich intensiv mit dem Thema GPS Navigation auseinandersetzen.

 


Der Hintergrund:

Wie die meisten Leser wissen, bin ich der Navigation eigentlich sehr abgeneigt, da man häufig den Eindruck bekommt, daß viele Navi-Fahrer nicht mal mehr den Weg zum eigenen Klo finden, ohne ihr Navi zu fragen.

Und ich zitiere Svenja Svendura:"Nach dem Navi ist der Weg zum Klapphelm nicht mehr weit. Und dann ists vorbei".

Also warum?

Als Ela und ich ziemlich weit im Norden Schwedens waren, gab es außer Schotter, Bäume und Elche (die sich furchtbar gut vor uns versteckt haben) eigentlich nichts weiter. Auch keine Straßenschilder oder Wegweiser.

Das war etwas......blöd.

Kai-Uwe von Nordicbiker.se konnte in unserem Schweden-Urlaub 2011 ohne Schilder so navigieren, da sein GPS wirklich alles gefunden hat. Auch die kleinsten Wege.

Daher habe ich mich entschlossen, mich mit diesen Thema zu beschäftigen und werde hier alles von den Anfängen an bis zu unseren ersten Gehversuchen und Urlauben alles haarklein dokumentieren. Auch die Sachen, wo man meint, ob ich wirklich so blöd bin oder nur einfach begriffsstutzig bin, es zu kapieren.


Die Anfänge:

Nach längerem Grübeln habe ich mich in einem Thread bei den Nordtwins (übrigens ein ziemlich cooler Haufen!) erkundigt, welches Gerät denn für meine Zwecke geeignet ist. Es sollte günstig sein, robust, handlich, nicht zu viel Schnickschnack haben, beim Verlassen der Route immer wieder nachberechnen und auch den Ort finden, ohne auf einem Weg zu sein. Zum Beispiel im Wald. 

Es kam das Garmin 60 CSX raus, womit ich nun beschäftigt war, mehrere Teile zu besorgen wie Halter an der Tenere, Halter für das Gerät und schließlich das 60 CSX selbst. OK, es ist ein relativ altes Gerät, aber wie gesagt: Ohne viel Schnickschnack und nicht teuer.

 

Da ich nicht so viel Geld ausgeben wollte, habe ich mich auf die Plattform ebay gestürzt und wochenlang nach Beute Ausschau gehalten.

Als erstes kam mir der Touratech-Halter (abschließbar) vor das Visier, daß ich mit Versand für 57 Euro inkl. Versand ersteigern konnte. Regulär kostet es 90 Euro. Ohne Versand.

Ein Schnäppchen.

Einen Halter von Touratech habe ich direkt bestellt, da dieser wohl auch in 10 Jahren nicht bei ebay zu finden sein wird. Das sind ca. 34 Euro plus Versand. 

Als nächstes sollte das Garmin selbst gekauft werden. Es sollte möglichst neuwertig sein, eine Speicherkarte haben und die Originalverpackung mit dem Zubehör sollte auch dabei sein.

Drei Wochen lang auf der Lauer gelegen und verzweifelt. Die Geräte gingen meist nie unter 250 Euro oder gar für 280 Euro weg. Aber dann.....ja, dann habe ich am 29.08.2011 ein nur ein Mal benutztes und somit neuwertiges Gerät ersteigern können. So, wie ich es haben will: Für 219 Euro inkl. Versand!!

 

Heute, den 29.08.2011, warte ich nun auf die ersteigerten bzw. bestellten Sachen und lasse es auf mich zukommen.

 

Wenn die Teile da und auch angebaut sind, werde ich mich um die Geschichte der Software kümmern.

 

Fortsetzung folgt....... 

 

31.08.2011

Die Halter sind da!

Der gebrauchte Garmin-Halter sowie der Halter zur Tenere sind angekommen.

Das Gute an der Tenere ist, daß es oberhalb des Cockpits hinter der Scheibe einen Extra-Bügel gibt, um GPS anzubauen. Somit wird weder der Lenker zugebaut noch das Tacho sichtbehindert.

Hier die Sachen vormontiert.

 

Montage erfolgt demnächst.......

 

 

02.09.2011

Die Montage

Gestern habe ich den Tenere-Halter und den Garmin-Halter montiert.

 

Erst die Scheibe runter und damit den Bügel freigelegt.

 

Dann den Tenere-Halter montiert.

 

Und nun den Garmin-Halter rangebaut.

 

Und nach der Justierung alles festgezogen und die Scheibe drauf.

 

Laut Anbauanleitung soll die Sache deutlich weiter zum Fahrer geneigt sein, aber damit wird das halbe Tacho verdeckt. Ich kann nicht mal mehr die Geschwindigkeit und die Neutral-Lampe sehen.

Und das finde ich mehr als bescheuert!

Nun ist aber das Problem, daß der Garmin-Halter (zumindest eine Schraube davon) direkt an der Scheibe kratzt.

Verdammt!!

Zum Schutz der Scheibe erst mal ein Stück Moosgummi zwischen Scheibe und Schraube geklemmt. Da muß ich später ran.......

 

 

Einen Tag später habe ich die Scheibe wieder abgebaut und überlegt, wie ich die Sache einigermaßen unfallfrei (sprich: kratzerfrei) dranbekomme.

Erst habe ich mit dem Dremel die Schraube runtergekürzt und alles wieder rangebaut.

Argh!!!!

Es kratzt immer noch an der Scheibe!

Alles wieder ab!

 

hm..........................

 

Nu weiß ich!!

Ich lege als Distanz eine dicke (sehr dicke!!!) Unterlegscheibe zwischen dem Tenere-Halter und dem Garmin-Halter, so das mehr Abstand zwischen den beiden Haltern entsteht und dabei der Garmin-Halter ein paar Milimeter weiter zum Fahrer kommt.

Ja. Klappt. Ich bin zwar mit dieser Lösung nicht ganz zufrieden, aber besser als nichts. Der Halter (bzw. die kratzende Schraube) ist nicht mehr direkt an der Scheibe dran, sondern ca. 2 - 3 mm entfernt. Zur Sicherheit habe ich ein Stück Moosgummi dazwischengeklemmt, falls es durch Vibrationen und Offroadeinlagen doch Kontakt entstehen könnte.

Während des Probierens der besten Position (Schrauben lose, Schrauben fest, Scheibe runter, Scheibe dran und wieder von vorn.....) für die Halter habe ich auch darauf geachtet, daß der Garmin-Halter sich auch öffnen läßt, um das 60CSX rauszunehmen und reinzustecken.

Ich hoffe, das klappt.  

Ich finde es schade, daß Touratech keine Distanzhalterung dafür anbietet. Zudem ist die Halteschelle des Garmin-Halters mehr als billig und für einem Neupreis von 90 Euro (gut, hab ich nicht gezahlt) finde ich das nicht in Ordnung.

 

 

Entschuldigung für die schlechte Qualität des Bildes. Ist von meinem Handy.

Der obere weiße Kreis weist auf das Moosgummi hin, wo die Schraube der Scheibe sehr nahe ist.

Der untere weiße Kreis zeigt die Stelle an, wo ich die dicke Unterlegscheibe zwischengeklemmt habe.

Auch gut zu sehen: Die billige Schelle.

 

 

Sobald das Garmin 60CSX da ist, geht die Geschichte weiter.......

 


11.09.2011

Das 60CSX

Schon vor einigen Tagen kam es an, aber ich habe es einfach links liegen lassen.

Bahhh!  Ich mag diese Dinger immer noch nicht!

Nun habe ich es einfach ein Mal angeschaltet und ein bissel rumgespielt. Dabei kamen wieder neue Fragen auf, die mir bei den Nordtwins ausführlich beantwortet wurden.

Nun habe ich für meinen PC die Software "Basemap" von Garmin runtergeladen und diese wird die Tage installiert werden.

Weiterhin habe ich die Europa-Karte "City Navigator" für knapp 100 Euro von Garmin geordert (als DVD), um das GPS-Gerät langsam einsatzfähig zu machen.

 

Und es auch endlich geschafft, daß 60CSX in meinen Touratech-Halter zu klemmen.

 

Hier ist gleich ein neues Problem aufgetreten: Die Antenne des GPS stößt leicht an die Scheibe. Aber nur mit sehr wenig Druck, da die Antenne aus Gummi ist und daher logischerweise nachgibt.

 

Wenn die Software installiert bzw. aufgespielt ist, dann wird langsam in die Vollen gegangen.......

 


18.09.2011

 

Die Software

 

ICH BIN SAUER!!!

 

Gestern Abend saß ich Stunden am Rechner, um die Software korrekt zum Laufen zu kriegen.

 

BaseCamp raufgespielt war problemlos.

Danach den City Navigator raufgespielt ging auch.

 

Nach einer endlosen Prozedur mit Anmelderei, Freischaltung und Codeaufschreiberei und Eintipperei (was schon echt abnervend war) habe ich dann auch MapSource draufgespielt.

 

Dann gab es die Meldung, daß die Verknüpfung zu City  Navigator fehlerhaft ist. Und dann ließ sich der City Navigator nirgends aufrufen.

 

Da ich normalerwiese alle Software auf Festplatte D aufspiele, habe ich das auch mit dem CityNavigator gemacht.

Bei BaseCamp und MapSource ging das nicht, weil die Option fehlt. Ich werde gezwungen, auf C zu speichern.

Nun ist das problem, daß ich City Navigator nirgends trotz mehrmaliger Eingabe des 25telligen (!!!) Codes nirgendwo finden kann, obwohl er auf dem PC ist.

Nach stundenlanger Rumtipperei nervt das sehr!

Nachts um 2 Uhr habe ich gefrustet aufgegeben.

 

Der nächste Tag:

Nun habe ich versucht, City Navigator auf C zu installieren, was nicht geht. Dann habe ich es von D runtergeworfen, den Rechner bereinigt, runter- und raufgefahren.

 

Diese Scheiß-Software von der Marke GARMIN läßt sich nicht mehr installieren!!!!

Er sagt zwar im Installationsfenster nach einer (!!!) Sekunde, daß alles installiert ist, aber die Daten sind definitiv nicht auf meinem Rechner.

 

Nach weiteren 2 Stunden erfolglosen Rumgetüftels höre ich nun auf und werde Morgen den kostenpflichtigen Support von GARMIN anrufen müssen.

 

Wenn die Sache sich bis Ende nächster Woche nicht geklärt hat, geht der ganze Kram weg.

 

Nebenbei erwähnt: Ich bin kein PC-Anfänger, denn ich unterrichte sogar EDV.

Und sowas habe ich noch nie erlebt. Diese extremen Sicherheitsmaßnahmen und die Bevormundung und Einschränkung des Kunden ist eine bodenlose Frechheit!

Ich bin echt angefressen!!!!!  

 


19.09.2011

 

Die Software

 

Nun läufts endlich!!!

Dank "zehlaus" aus dem Nordtwin-Forum und der mehr oder weniger netten Hilfe aus dem Garmin-Forum ist es endlich gelungen, den "City Navigator" zum Laufen zu bringen. Ich habe alles deinstalliert und wieder alles installiert.

Es war mein Fehler, den CN auf die Festplatte D zu spielen, denn "BaseCamp" und "MapSource" müssen zwanghaft auf Festplatte C installiert werden. So konnten die beiden Programme den CN nicht finden. Nun ist (leider) alles auf C und es funzt!

Was mir unverständlich ist, daß ich nicht selbst über meinen PC verfügen kann, wo ich die Software aufspiele. Das ist mir schon lange nicht mehr untergekommen.

 

Es ist Montag, der 19.09.2011, ca. 18:40 Uhr und im Augenblick werden die Karten vom City Navigator auf eine 4 GB-Mirco-SD-Speicherkarte überspielt.

Wenn das nun auch reibungslos klappt und das 60 SCX es erkennt, ist dann alles fertig und einsatzbereit!

Der erste Einsatz wird dann unser kommendes Dänemark-Wochenende sein.

 

Bericht folgt!!!

 


29.09.2011

 

Die erste Nutzung

 

Ich gebs zu: Ich habe das GPS eher als digitale und flexible Karte mißbraucht.

Aber das ging ganz gut.

Ich wollte erst mal ausprobieren, ob die Sache mit dem Halter, die Vibrationen der Tenere und auch das Ablesen des 60ers überhaupt klappt.

Der Halter hat sich während der gesamten Fahrt - auch auf dem Strand - nicht gelockert und hat das GPS jederzeit sicher an seinem Platz gehalten.Die Positionierung ist zwar sehr knapp und das hat auch nun Spuren an der Scheibe der Tenere hinterlassen: die Antenne rubbelt deutlich hörbar an der Scheibe und macht kleine komische Flecken. Ich nehme das aber in Kauf, weil es wirklich unerheblich ist.

Obwohl ich kein Moosgummi ins Batteriefach gelegt habe, habe ich (noch) keine Probleme mit gelockerten Akkus im Batteriefach. Das werde ich aber noch nachholen. Trotz übler Strecken und mächtig Vibrationen vom Motor lief alles rund.

Das Ablesen des GPS ist recht gut, obwohl das Display sehr klein ist. Ist dort Schrift, wird das Lesen ziemlich anstrengend. Teilweise muß man mit dem Gesicht ziemlich nah ran ans Gerät.

Ich finde, daß das Gerät einen vom Fahren etwas abhält, sodas die Aufmerksamkeit für die Straße sinkt. Ich hoffe, daß läßt nach. Das halte ich nämlich für ziemlich gefährlich.

Jetzt weiß ich auch, warum die eine oder andere Person sich mal aufs Maul gepackt hat.......

 

Bewußt habe ich keine Strecken programmiert, weil ich einfach nach der GPS-Karte fahren wollte. also im Prinzip wie mit einer Faltkarte. Das Schöne ist halt, daß die Karte sich mit der Ortsveränderung des Motorrads mit verändert, sodas man nicht immer wieder anhalten muß.

Das ist angenehm.

Fazit: Ich werd das Teil behalten und nun solche Sachen wie Tracks aufnehmen und Routen abfahren.

 

Zu gegebener Zeit wird man dies hier nachlesen können.

 


 

04.07.2012

 

Der erste echte harte Einsatz

 

Zum Schweden-Urlaub 2012 habe ich das Garmin GPS 60 CSX das erste Mal ernsthaft im Einsatz gehabt.

Es war immer zuverlässig, hat heftige Regengüsse mühelos weggesteckt und die Wegführung ist effektiv und genau. Die Roadbookfunktion (sieht aus wie ein richtiges Roadbook, nur halt digital) ist wirklich toll!!

Das kleine GPS ist handlich, klein und leicht und wirkt schon fast unscheinbar und nicht so protzig wie ein Flachbildmonitor.

Ich benutze zwar bei weitem nicht alle hilfreichen Funktionen, aber immerhin so viele, daß das Reisen effektiver macht.

 

OK, jetzt muß es heraus: In Schweden, wo es häufig keine Beschilderung gibt auf den Schotterpisten, ist das Teil wirklich klasse!!!

Auch habe ich mich nicht mehr verfahren und konnte somit die Ankunftszeiten recht genau einplanen. 

Ja, ich werde es definitiv weiterhin benutzen, denn es ist schon ungemein praktisch.

 

Aber: Es nimmt doch ein wenig vom Abenteuerfeeling, was ich befürchtet habe. Und das finde ich ein wenig schade.

 

 


 

09.07.2013

 

Der Einsatz meines Garmin GPS 60 CSX in drei Ländern mit erweiterten Funktionen

 

Nun bin ich von meiner Schweden-Norwegen-Reise 2013 wieder zurück und habe das GPS intensiv (naja, für mich intensiv ) genutzt.

Ich hatte zwar keine kompletten Routen aufgespielt, denn die hätten bei meinen spontanen Abbiegern eh nichts gebracht, allerdings habe ich immer einen Punkt eingegeben, dann dauerhaft auf "kürzeste Strecke" eingestellt und bin losgefahren. Habe ich den Punkt erreicht, habe ich den nächsten eingegeben und so weiter.

Bin ich mal abgebogen, hat das GPS sofort eine neue Route berechnet. Auch auf kleinsten Wegen hat es zuverlässig navigiert.

Auch die Eingabe von Adressen waren kein Problem. Es hat mich immer zuverlässig hingebracht. Nur ein mal hat es mich auf eine neu berechnete Route dirigiert, daß sich als private Straße entpuppte. Und zudem als Sackgasse!

Auch hinkt es immer ein wenig hinterher. Wenn es sagt, es sind noch 50 Meter, dann sollte man schon abgebogen sein. Aber wenn man es weiß, dann geht es gut.

Dann habe ich die erweiterten Funktionen ausprobiert: Es soll mir die nächsten Tankstellen und Unterkünfte angeben. Hat es gemacht mit der Angabe der Fahrstrecken. Das hat richtig gut geklappt!

 

OK, ich denke, ich werde in Zukunft nicht mehr im Ausland ohne GPS fahren.

Auch werde ich mein veraltetes 60 CSX behalten, da es einfach und robust sowie wasserfest ist. Auch die Stromversorgung ist gut, denn es verwendet die gleichen AA-Akkus bzw. Batterien wie meine DigiCam. Und wenn die Akkus mal leer sind, dann bekommt man diese überall auf der Welt!

Das geht mit den modernen Navis nicht mehr.

Jetzt wird sich der technikinteressierte Leser fragen, warum ich das GPS nicht über das Bordnetz laufen lasse. Das ist einfach: Ich möchte meine Motorradbatterie nicht belasten. Ich habe schon einige Male mitbekommen, wie zusätzliche Verbraucher den Fahrer in Schwierigkeiten brachten. Entweder wurde vergessen, das Navi vom Netz zu nehmen, es hat über Nacht munter weiter Strom verbraucht und morgens ging nichts mehr oder die ohnehin schwache Batteire des Motorrads kommt mit dem zusätzlichen Verbrauch nicht mehr klar.

Ne, lieber keine Experimente.

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