Stromversorgung auf der Reise

 

  

Auf einer Reise möchte man Bilder mit der Digitalkamera machen, mit dem GPS arbeiten und mit dem Handy telefonieren und im Netz surfen.

 

Aber wo bekomme ich den Strom her?

 

Mittlerweile bieten Motorradhersteller schon oft eine serienmäßig verbaute Bordsteckdose an. Allerdings ist diese oft zu klein wie z. B. bei BMW und KTM, so daß man einen Adapter braucht, der dann weit herausragt. Auch kann man sich nachträglich eine Bordsteckdose einbauen, um den begehrten Saft auf die Geräte zu bekommen.

 Hier allerdings sehe ich ein Problem!

Oft kommt es vor, daß eine Enduro am Straßenrand steht, da die bereits mehrere Jahre alte Batterie beim Mehrverbrauch verschiedenster Geräte nicht mehr nachkommt. Und dem Bock geht der Saft aus.

Auch passiert es, daß man ein Gerät bei ausgeschalteter Zündung weiter geladen wird und man es einfach vergisst, den Ladezyklus zu beenden. Dann ist die Batterie so leergelutscht, daß der Motor nicht mehr anspringt. So geschehen auf der Reise Schweden 2012.

 

Ja, manchmal wünsche ich mir auch eine Bordsteckdose, konnte mich aber bisher nicht dazu durchringen, aus oben genannten Gründen. Meine Tenere hat sogar im Kabelbaum eine Vorbereitung!

 Die Alternative: Ich nehme ausreichend Reservebatterien bzw. Akkus mit.

Viele Digitalkameras und GPS/Navigationsgeräte haben da ihre speziellen Akkus, die oft nur an dieses eine Gerät passen. Falls man in einer Hütte oder Vandrarhem übernachtet, braucht man ein Ladegerät und der Akku wird über Nacht geladen. Blöd nur, wenn man für Handy, Kamera und GPS dann drei verschieden Ladegeräte mitnehmen muß. Und wenn man tagelang nicht dort übernachtet, ist es dann irgendwann im wahrsten Sinne des Wortes aus.

Neu kaufen? Diese Akkus sind sehr teuer und man bekommt sie nur in Fachgeschäften.

 

Ich habe da ein etwas simples, aber effektives System. Allerdings mit einigen Nachteilen, die für mich zu verschmerzen sind.

Für mein GPS (Garmin 60 CSX) und meiner DigiCam (Canon PowerShot A 810) nehme ich ausreichend Akkus mit. Meine beiden Geräte habe ich so ausgesucht, daß sie keine speziellen Akkus benötigen, sondern handelsübliche AA-Akkus.

 

 

Das hat zwei dicke Nachteile.

Der erste Nachteil: Diese Akkus sind nicht so stark und haltbar wie die speziellen Akkus der jeweiligen Geräte.

Der zweite Nachteil: Bei der Auswahl meiner Geräte ist die Auswahl beschränkt, da sie mit AA-Akkus laufen müssen.

 

Nun aber die vier Vorteile, die für mich ausschlaggebend sind!

Der erste Vorteil: Ich kann die Akkus untereinander benutzen, wie ich will. Braucht das eine Gerät mehr Akkus als das andere, kann ich die Akkus beliebig dort einsetzen, wo es notwendig ist.

Der zweite Vorteil: Sind alle Akkus leer, brauche ich nur ein Ladegerät für alle Akkus.

Der dritte Vorteil: Ich kann handelsübliche Batterien (also nicht wieder aufladbare) kaufen und einsetzen.

Und der vierte und letzte Vorteil: Diese Akkus/Batterien sind weltweit standardisiert, so daß man sie faktisch überall auf der Welt bekommt. Sogar in der Mongolei und in Papua-Neuguinea!

 

Man muß allerdings noch zwei Dinge beachten:

Kurz vor der Reise müssen alle Akkus nachgeladen werden.

Ich kaufe nur die teuren Akkus, die aber richtig lange halten. Es gibt Akkus mit 1800 mAh. Die Dinger sind völlig ungeeignet. Meine „schwächsten“ Akkus haben 2500 mAh. Meine „stärksten“ jedoch haben bis zu 2850 mAh. Die halten dann auch ne Weile!

Ein Beispiel: Meine DigiCam hat auf der Schweden-Norwegen-Reise 2013 drei Tage lang mit „Akku schwach“ einwandfrei schöne Bilder gemacht. Und es waren nicht wenige!

 

Somit ist die Stromversorgung auch ohne Bordsteckdose gesichert. Und es belastet die Batterie der Enduro nicht.

 

Ja, ok. Für das Handy brauche ich immer noch ein Ladekabel.

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